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Unsere Vereinsgeschichte

Ausgangslage: Tageswohnungseinbrüche, Rumänenknick, (Räuber)waldlager und Panzerknacker.

 


Bericht Landesregierung  1993 zur Stärkung des inneren Friedens und der inneren Scherheit:  

  • Kriminalitätslage in Brandenburg geprägt von ständig zunehmenden Straftatenanteil mit im Vergleich zu anderen Bundesländern überproportional hohen Anteil von  Massenkriminalität
  • Vielzahl der massenhaft begangenen Delikte organisierte Kriminalität
  • Organisierte ost- und südosteuropäische Täterkreise dehnten Tätigkeitsfeld auf Bundesrepublik aus
  • Herbst 1992 MI Brandenburg initiiert konzertierte Aktion Kommunnale Kriminalitätsverhütung (KKV); Auftakt in SB Fürstenwalde
  • Trotzdem Gemeinden im engeren Berliner Umland insbes. seit 2. Hälfte

      1993 Ziel Einbruchswelle bis dahin ungekannten Ausmaßes

  • z.T. regelrechte Heimsuchungen von Ortschaften durch vornehmlich rumänische Tätergruppen
  • Entschiedene Beschneidung der Lebensqualität
  • Deutlich spürbarer Verlust an Vertrauen in Rechtsstaat und dessen Gewaltmonopol
  • Entstehung einer Reihe meist kurzlebiger Bürgerwehren- bzw.  Initiativen
  • Abzeichnende Erreichung  Punkt  ernster Gefährdung der inneren Sicherheit

 

Kriminlitätsschwerpunkt Woltersdorf 1993

  • 217 Wohnungseinbrüche  (meist TWE) 1993
  • 100 Wohnungseinbrüche (meist TWE) November 1993 – Ende Januar 1994 (Täter kamen in einem Fall mit „Möbelwagen“, nahmen sogar  Teppichboden mit)
  • Bereits seit Sommer 1993 enge  Kontakte zwischen Dr. Wittling als Gemeindevertreter und Kandidaten für Kreistag und Leiter der PW Erkner, Herr Gassner; Ziel: Nach Kommunalwahl Nov. 1993 Probleme der öffentlichen Sicherheit mehr als bisher auch mittels der Kommunalpolitik aufgreifen und zu deren Lösung beitragen.

 

Ein Ampelstau als Initialzündung für die SSK

 

„ Es war am Morgen nach der letzten Gemeindevertretersitzung (Frühherbst 1993,G.W.). Auf dem Weg zur Arbeit stand  ich an einer Kreuzung... Plötzlich stieg aus dem vor mir haltenden haltenden Wagen ein Bekannter und lief zu mir zurück. Aufgeregt teilte er mir mit, in seiner Wohngegend  sei in letzter Zeit des öfteren eingebrochen worden. Nun habe er soeben einige verdächtige Gestalten bemerkt, die offenbar nicht Gutes im Schilde führten. Der Versuch, telefonisch die Polizei zu erreichen, sei allerdings in der kurzen, vor Arbeitsbeginn zur Verfügung stehenden Zeit  erfolglos geblieben.“

(Dr. Gernot Wittling, aus einem Artikel in WN, November 1993)

 

 

Nicht alltägliche Schlagzeilen im Herbst 1993

 

  • „Bei dem aufgeregten Bekannten handelte es sich im übrigen um Dr. Abel, der mich schließlich am Abend jenes Tages darüber informierte, daß in der betreffenden Gegend tatsächlich eingebrochen worden war. In den nächsten Wochen saßen wir dann oft zusammen und beratschlagten, wie der immer unerträglicheren Situation beizukommen sei. Ende Dezember 1993 waren wir uns beide darüber einig, die von uns bereits seit einiger Zeit erwogene Gründung einer Bürgervereinigung zum Schutz vor Kriminalität von nun an energisch voranzutreiben.“ Dies geschah ausgehend von der Erkenntnis, daß Kriminalitätsverhütung im unmittelbaren Umfeld eines jeden Bürgers beginnen muß.
  • Demzufolge war es - neben der unmittelbaren Prävention durch unbewaffnete Streifengänge- eine unserer wichtigsten Zielstellungen, mittels einer breiten Öffentlichkeitsarbeit in den Medien sowie durch regelmäßige Informationsveranstaltungen, etwa zum Thema Einbruchssicherheit, ein neues Bürgerbewußtsein zu entwickeln. Aus diesem heraus sollte an Stelle der seinerzeit  vielfach zu beobachtenden Wegsehmentalität eine möglichst breite Bereitschaft erwachsen, Mitverantwortung für den Nachbarn in Not und für die Gemeinschaft zu übernehmen.
  • Gleichzeitig angestrebt, auf Gründung gleichartiger Vereinigungen zunächst in der näheren Umgebung und später in der Region mittelbar (durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und unmittelbar (durch Beratung und Gründungshilfe) Einfluß zu nehmen. Von Beginn an zugleich enger Kontakt zur Polizei gesucht.

 

  • Anfang Februar 1994 Gespräche mit Kommunalpolitikern aus Wilhelmshagen. Gründung gemeinsamer Bürgerinitiative konnte nicht erreicht werden. Auch nicht in Gesprächen mit Kommunalpolitikern aus Schöneiche und Erkner.
  • Kriminalitätsverhütung vielerorts noch als ausschließliche Sache der Polizei angesehen;Vielerorts Versuch der Einbeziehung der Bürger in Erhöhung der öff.
  • Sicherheit von den politisch Verantwortlichen bis in höchste Kreise hinein geradezu argwöhnisch beobachtet.
  • Bereits Ende Januar erste Kontaktaufnahme zu KHK Reinhard Kauz vom Verein „ Nachbarn schützen Nacbarn“ in Berlin – Reinickendorf. Ergebnis: Zusammenarbeit mit Ziel Gründung gemeinnützigen Verein vereinbahrt.
  • Januar 1994 rumän. Tätergruppe auf frischer Tat gestellt, entkamen, da Polizei mehr als eine Stunde benötigte
  • Anfang Februar 1994 luden Walter und Ich im Namen unserer Partei bzw. Bürgerbündnis in Presseaufrufen unter dem Motto "Kriminalität in Woltersdorf - Wir müssen handeln!" zu einer Bürgerversammlung ein. Ziel war die Gründung einer parteiunabhängigen, damit breitesteste Bevölkerungskreise ansprechenden Bürgerinitiative zum Schutz vor Kriminalität.
  • Am 25. Februar erschienen mehr als 200 Bürger, der Bürgermeister sowie Vertreter der Polizei, darunter Herr Gassner mit dem mich bereits seit dem Sommer 1993 eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit verband.
  • Im Ergebnis fanden sich 17 Bürger bereit, an der Gründung eines Vereins mitzuwirken. Am 17. März 1994 wurde der Verein mit 21 Mitgliedern gegründet. Streifengänge erfolgten ab sofot.

 

Die Anfänge

   

„Die Hilfspolizei wollen wir nicht sein!“

 

22.02.1994: Rahmenkonzept der Landesregierung zur inneren Sicherheit

 

 

Die Geburtsstunde


Bürgerversammlung am 25.02.1994
 
17. März 1994 – Die Gründung

 

 
März 1994: Erste Streifengänge...

 

 

...und erste Erfolge!

„Ziel des Vereins: Bürger sollen nicht wegsehen“ 10.08.1994 – erstes Sicherheitsforum der SSK auf dem Marktplatz, Infomobil des LKA unterstützte die Beratung der Bürger.

 

 

 

...die Wirkung zeigten:

1. 29.06.1994 feierliche Ernennung SSK als Sicherheitspartner durch PP Frankfurt (O.)

2. Deutlicher Rückgang der Kriminalität ab Frühjahr /Sommer 1994 (PP FF Sept. 1994: Im Ergebnis der Vereinstätigkeit ist Woltersdorf kein Schwerpunkt von Einbruchskriminalität mehr.)

 

 

1995 Auszeichnung mit 3. Präventionspreis des Kriminalpolizeilichen Vorbeugungsprogrammes des Bundes und der Länder

 

 

1995 – 1997: Kriminalitätsrückgang auf hohem Niveau Networking und Intensivierung der Zusammenarbeit mit Partnern

 

 

Tag der Sicherheit am 18.06.1995,veranstaltet von SSK und Polizei. Regelmäßige Präsenz der SSK in Rundfunk, Fernsehen, Printmedien und öffentlichem Raum war ein wichtiges Mittel zur Verdrängung der einst üppig wuchernden Kriminalität aus Woltersdorf!

 

 

Öffentlichkeitsarbeit 1996

 

 

1997

 

Präsentation von Dr. Gernot Wittling auf der Festveranstaltung  zum 20 jährigen Jubiläum der Solidargemeinschaft zum Schutz vor Kriminalität Woltersdorf e.V.
1994 -2014
Woltersdorf, 25.03.2014